Sag mir: Wie hältst du’s mit dem Schlaf?

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Während wir selig schlummern, arbeitet unser Gehirn munter weiter. Und darüber sollten wir echt froh sein. Erfahren Sie, was sich Mutter Natur dabei gedacht hat…

Schlaf mal drüber

Wer kennt die Frage nicht: „Muss ich denn unbedingt schlafen?“
Nach Jahrzehnten der Forschung lässt sich diese Frage schnell und einfach beantworten: Ja, natürlich muss jeder Mensch schlafen! Schlaf ist ein körperliches Bedürfnis, genau wie Hunger, Durst oder die Lust auf Sex.

Schlaf dient nicht nur einem einzigen Zweck, sondern Schlaf optimiert unzählige, wichtige und lebensnotwendige biologische Abläufe. Begonnen bei unserem Immunsystem über das hormonelle Gleichgewicht, die emotionalen und psychische Gesundheit, Lernen und Gedächtnis bis hin zur „Entgiftung“ des Gehirns.

Weshalb hat es die Natur nur so eingerichtet, dass der Mensch gut ein Drittel seiner Lebenszeit in einer Art Bewusstlosigkeit verbringt?

Zu wenig Schlaf beeinträchtigt unser Immun- und Hormonsystem
Über Nach integriert und analysiert das Gehirn Erfahrungen des Tages. Das ermöglicht uns Einsicht und Zusammenhänge, die uns zuvor verborgen blieben; Schlaf ermöglicht uns also, die geistigen Anforderungen des Alltags zu meistern. Bereits 1 bis 2 Tage zu wenig Schlaf beeinträchtigt unser Immun- und Hormonsystem sowie die geistige Leistungsfähigkeit.
Keines der Systeme setzt zwar bei mangelnder Nachtruhe komplett aus. Dennoch hat ein monatelanges Schlafdefizit fatale Folgen.

1989 erbrachte man den Beweis: Man verweigerte Ratten den Schlaf. Binnen eines Monats ereilte die Ratten der Tod. Tatsächlich genügte es bereits, die Tiere daran zu hindern, in die sogenannte REM-Phase des Schlafs einzutreten.

Unsere Schlafstadien
Jeder Schlafzyklus lässt sich in verschiedene Schlafstadien unterteilen: Die REM-Phase und drei verschiedene Non-REM-Phasen. Ein Schlafzyklus dauert 70 bis 110 Minuten und wiederholt sich bei einem gesunden Erwachsenen pro Nacht rund 4-7 Mal. Zwischen den Zyklen wachen wir auf. Allerdings können wir uns zumeist nicht annähernd daran erinnern und schlafen sofort wieder ein.

Die REM-Phase (Rapid-Eye-Movement-Phase) ist das traumreiche Stadium und gekennzeichnet durch schnelle Augenbewegungen. Der durchschnittliche Anteil pro Nacht liegt bei einem gesunden 30-Jährigen bei 20-30%.

Woran die Nager nun genau starben, weiß nach wie vor niemand. Es gelang nur, mögliche Ursachen auszuschließen. Es liegt nicht an vermehrtem Stress einem exzessiven Energieverbrauch und auch nicht an einer Funktionsstörung der inneren Wärmeregulation oder des Immunsystems.

Tod durch Schlafmangel auch bei Menschen beobachtbar
Auch bei uns Menschen konnte der Tod durch pathologischen Schlafmangel bereits beobachtet werden. Die seltene Erbkrankheit „tödliche familiäre Schlafkrankheit“ führt zu fortschreitendem Schlafmangel und schließlich zum Tod.
In der Lehrklinik der Universität Bologna obduzierte man eines einen 53-jährigen Mann, der an unheilbarer Schlaflosigkeit starb, wie bereits viele Verwandte der letzten Generationen vor ihm.

Massiver Schwund an Nervenzellen im Thalamus durch Schlafmangel
Die Obduktion ergab einen massiven Schwund an Nervenzellen in zwei Regionen des Thalamus, eine kleinen Struktur im Zwischenhirn. Die beiden Areale sind bekannt für ihre Rolle beim Speichern emotionaler Gedächtnisinhalte und beim Aufbau von Schlafspindeln – bestimmte Wellenmuster, die beim Aufbau von Schlaf zu beobachten sind.

Abgesehen von Extremfällen wie diese Erbkrankheit und andere Fälle massiven Schlafmangels, hat man inzwischen auch erkannt, welche negativen Auswirkungen bereits eine einzige teilweise oder komplett durchwachte Nacht auf unsere Körperfunktionen und unsere kognitive Leistungsfähigkeit hat.

Da wäre zunächst einmal unsere Immunabwehr, wir werden anfälliger für Krankheiten. Aber auch unser Hormonhaushalt reagiert äußerst empfindlich auf Schlafmangel. In einer Studie an der University of Chicago durften 11 gesunde Männer nur 4 Stunden pro Nacht schlafen. Dabei verringerte sich ihre Fähigkeit Glukose aus dem Blut abzubauen um 40%. In einer anderen Studie mit einer Schlafeinschränkung an nur 2 Tagen stieg die Menge an Ghrelin, einem appetitanregenden Hormon, um 28%. Gleichzeitig sank das hungerdämpfende Hormon Leptin.

Schlaf stabilisiert Gelernte und bewahrt es so vor dem Vergessen
Am stärksten aber beeinflusst Schlafmangel unser Erinnerungsvermögen und unsere Konzentrationsfähigkeit. Unser Gehirn verarbeitet verschiedene Erinnerungsarten in verschiedenen Schlafphasen. Auch fördert Schlafmangel Depression und emotionale Instabilität.
Vielmehr erinnern wir uns nach einer guten Nacht besser an das Gelernte und Erfahrene, als nach einer schlechten Nacht.

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Quelle: Spektrum der Wissenschaft, Dossier 1/2017, Artikel „Schlaf drüber“/Seite 68-73