Richtige Ernährung für unser Hirn

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Unsere Essgewohnheiten beeinflussen, ob wir geistig fit und seelisch gesund bleiben. Unsere westliche, fetthaltige Ernährung schadet dem Gehirn eher. Lesen Sie hier weshalb…

>h3>Westliche Ernährung schürt Entzündungsprozesse in unserm Körper

Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die westliche Ernährung zu viel fetthaltige und industriell verarbeitete Lebensmittel beinhaltet – auch die dafür verwendeten Getreide und andere Inhaltsstoffe. Wir ernähren uns eindeutig nicht so gesund wie Länder des Mittelmeers und Skandinaviens. Studien zeigen, dass diese westliche Ernährung mit einer erhöhten Rate von Depressionen und Angststörungen einhergeht. Ungesunde Ernährung fördert zudem Entzündungsprozesse in unserem Körper und trägt so zu einer Reihe anderer Störungen bei.

Ernährungspsychatrie zur Heilung von psychischen Krankheiten als neuer Forschungszweig

Immer deutlich erkennen Mediziner und Neurowissenschaftler, wie komplex unsere Nahrungsaufnahme mit der Gesundheit des Gehirns unter anderem zusammenhängt. Mit der „Ernährungspsychatrie“ entsteht gerade ein neuer Forschungszweig. Das Ziel: bei der Behandlung psychischer Erkrankungen künftig ergänzend Ernährungstipps geben zu können – so, wie es bei körperlichen Beschwerden schon längst üblich ist.

Die Liste der untersuchten Lebensmittel wird dabei immer länger, die wichtig, für eine gute Ernährung sind. Fisch und andere Omega-3-Fettsäure-Quellen sollen vor Psychosen und Depression schützen. Milchsäurebakterien vergorener Nahrungsmittel wie Essiggurken, Sauerkraut, Eingelegtes, helfen offenbar Ängste und Sorgen zu lindern, grüner Tee sowie Früchte mit vielen Antioxidantien können dazu beitragen.

Traditionelle Küchen Mittelmeers, Skandinaviens und Japans fördern seelisches Wohlbefinden

Am sichersten ist bisher belegt, dass die traditionelle Küche Italiens, Griechenlands und Spaniens dem Gehirn gut tun. Die sogenannte mediterrane Ernährung besteht in erster Linie aus Früchten, Gemüse, Fisch, Getreide, aus etwas mageren Fleisch, Olivenöl, sowie etwas Rotwein.

Der Segen der traditionellen mediterranen Ernährung liegt vor allem darin, dass sie wenig Zucker, kaum fettes Fleisch und keine industriell verarbeiteten Lebensmittel enthält. In unserer westlichen Küche hingegen kommen häufig viel industriell verarbeitete Lebensmittel, Fertiggerichte, Fertigsuppen, Fertigsaucen und Konserven auf den Tisch.

Schlechte Ernährung lässt unser Gehirn schrumpfen

Die Psychiaterin, Felice Jacka, arbeitet an der Deakin University und der University of Melbourne in Australien. Sie war die Erste, die einen Zusammenhang zwischen dem westlichen Ernährungsstil und Depressionen sowie Ängsten nachweisen konnte. In einer 2015 veröffentlichten Studie fand sie sogar Hinweise darauf, dass schlechte Ernährung unser Gehirn schrumpfen lässt. Zu ähnlichen Ergebnissen gelangten Wissenschaftler aus Frankreich. Die westliche Welt forciert durch immer mehr ungesunde Ernährungsgewohnheiten psychische Krankheiten.

Ungesunde Ernährung fördert Entzündungen im Körper, die lange unentdeckt bleiben

Viele Studien belegen, dass zuckerhaltige Ernährung Entzündungsprozesse im Körper begünstigt. Mit mediterraner Ernährung lassen sich Entzündungen tendenziell vorbeugen – sie ist daher für unsere neurologische und seelische Gesundheit am besten. Eine Kombination aus salzarmer und mediterraner Ernährung schützt vor kognitivem Verfall im Alter und kann sogar vor Alzheimer schützen.
Fastfood und industriell verarbeitete Lebensmittel reduzieren Artenvielfalt im Darm.
Gut 80% unserer Immunzellen werden im Darm gebildet. Vorausgesetzt seine Zusammensetzung – sein sogenanntes Mikrobiom – stimmt. Denn nur, wenn der Mensch die richtigen Darmbakterien und dies in ausreichender Vielfalt in seinem Darm beheimatet, ist die Chance gegeben, gesund zu bleiben.

Bereits kleine Ernährungsumstellungen führen zur Verbesserung Ihres Mikrobioms

Alleine durch kleinere Umstellungen in der Ernährung, werden Entzündungsprozesse eingedämmt und unser Körper kann sich täglich um seine Regenerierung kümmern. Ernähren Sie sich vorwiegend gesund von viel frischem Gemüse und Obst, wenig Fleisch und wenig Gluten, ergänzt durch Fisch, die richtigen Fettsäuren, wenig Zucker und ungesunden Kohlehydraten, legen Sie den wichtigsten Baustein für Ihre Gesundheit überhaupt.

Sie fühlen sich ständig erschöpft, haben Magen-Darm-Beschwerden, Allergien oder leiden an chronischen Schmerzen? Kontaktieren Sie mich gerne!

Quelle: Gehirn & Geist Dossier, Ausgabe 1/2017 „Futter fürs Hirn“, Autor: Bret Stetka